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Besondere Dementenbetreuung
Unsere besondere Dementenbetreuung konzentriert sich darauf, den hilfebedürftigen, dementen Bewohner in allen auftretenden Situationen zu unterstützen, zu fördern sowie die für Ihn notwendigen Hilfestellungen zu geben. Sie bietet den Bewohnern einen beschützten gesonderten Rahmen in dem der Bewohner selbst das Schrittmaß der Betreuung vorgibt. Der demente Mensch ist unter „Seinesgleichen“, er ist nicht mehr dem Druck des „Nicht –Könnens“ oder des „Nicht – Verstehens“ anderer Heimbewohner ausgesetzt.
Für bis zu 24 Bewohner haben wir in unserem Haus die Möglichkeit geschaffen, eine ganzheitliche, „dementengerechte“ Versorgung anzubieten. Dabei handelt es sich um 2 gerontopsychiatrische Wohngruppen, die insbesondere Bewohner mit mittelgradigen bis schweren geronto-psychiatrischen Beeinträchtigungen betreuen.
Die gerontopsychiatrische Wohngruppen:
- vermitteln eine gemütliche und familiäre Atmosphäre.
- ermöglichen durch große Fenster einen schönen Ausblick auf den Tierpark und die ländliche Umgebung.
- Zwei Außentüren bieten Zugang zum Tierpark. Dieser wurde mit einem Rundweg so gestaltet, dass ein versehentliches Verlaufen/Weglaufen verhindert wird und die Bewohner sich frei und ohne Begleitung im Tierpark bzw. Wohnbereich bewegen können. Ein Hochbeet lädt zur Mitarbeit bei der Gartenarbeit ein.
- Eine Wohngruppe ist ein beschützter Wohnbereich. Er wird bei Notwendigkeit geschlossen und kann trotzdem jederzeit von Gästen, Bewohnern und Personal betreten und verlassen werden.
- Sichtbarrieren trennen die Wohngruppen optisch vom restlichen Wohnbereich. Es findet eine bewusste Aufteilung zwischen Speise- und Aufenthalts/Wohn- und Ruhebereich statt, um den „aktiven“ von dem passiven Teil zu trennen.
- An den Bewohnerzimmern sind entsprechende „Erinnerungsbilder“ aus dem Leben des Bewohners (Hochzeitsfotos, Kinderbilder, Haustiere etc.) angebracht. Dies dient in erster Linie der Wiedererkennung, als Orientierungshilfe und als persönliche Gedankenstütze.
- Ein bestückter Garderobenschrank mit Hüten, Mänteln, Schirmen usw. bietet dem Bewohner jederzeit die Möglichkeit den Tierpark selbständig zu begehen.
- Wir arbeiten mit den Methoden der integrativen Validation, basale Stimulation, Kinästetik und Snoezelen.
- Biographiegestützte Alltagsgestaltung.
Unsere Mitarbeiter arbeiten gemeinschaftlich an dem Ziel: Der Bewohner soll sich Wohlfühlen, Geborgenheit, Sicherheit und kompetente Hilfe erfahren. Dazu gehört ausdrücklich, dass seine Würde als Mensch auch in Krankheit und Demenz hin gewahrt wird.
Therapeutische Betreuung
- individuelle Bedürfnis- und biographieorientierte Angebote
- individuelle Pflege, das Wohlbefinden steht im Vordergrund (nicht die „Norm“)
- Spaziergänge
- Vorlesen (Tageszeitungen/Bücher)
- Gedächtnistraining
- Hörspiele, Musikangebote
- Snoezelen
- Aktivitäten die die Wahrnehmung und Sinneseindrücke fördern (Tastspiele, Düfte...)
- Themenbezogene Einzel/Gruppengespräche
- Singen
- Heilige Messe
Therapeutische Angebote:
Fachkräfte unseres Hauses ermöglichen folgende therapeutische Angebote:
- Integration des Bewohners
- Bewegungs- und Gehübungen
- Esstraining
- Toilettentraining
- Gedächtnistraining
- Hilfestellungen bei anfallenden persönlichen und pflegerischen Situationen
- Einzel- und Gruppengespräche
- Gymnastik
- Validation *
- Biographiegerechte Milieugestaltung
- Basale Stimulation
*Integrative Validation
Die Integrative Validation ist eine Methode der Kommunikation mit dementen Menschen. Sie beruht im Wesentlichen auf einer akzeptierenden und wertschätzenden Grundhaltung, das heißt, alle Gefühle und Antriebe des Demenzerkrankten werden wahrgenommen und bestärkt. In vielen Alltagssituationen ist die Validation ein sehr hilfreiches, für jeden zu erlernendes Instrument, das den Umgang mit demenzerkrankten Menschen für beide Seiten wesentlich einfacher macht.
Empfehlungen zum Besuch Ihrer Angehörigen auf dem Gerontopsychiatrischen Wohnbereich
Regelmäßige Besuche dementer Menschen im Alten- und Pflegeheim sind wichtig und werden von den Betroffenen sehr wohl registriert. Zur Vorbeugung von Enttäuschungen, Konflikten und Missverständnissen empfiehlt es sich für den Besucher, einige Besonderheiten zur Kenntnis zu nehmen.
Ankommen:
- Kommen Sie möglichst nicht am Abend, da demente Menschen gegen Abend häufig sehr unruhig werden.
- Kündigen Sie Ihre Besuche nicht bei dem Bewohner an!
- Erkundigen Sie sich bei Ihrem Eintreffen kurz beim Pflegepersonal nach dem Befinden des Bewohners.
- Erklären Sie dem Bewohner bei der Begrüßung nicht, woher Sie kommen oder wie lange Sie bleiben wollen.
Verweilen:
- Fragen Sie den Bewohner nicht, was er jetzt am liebsten tun möchte.
Schlagen Sie Ihm statt dessen eine kurze, erlebnisorientierte Tätigkeit vor, z.B.:
Im Haus oder draußen spazieren gehen, Kaffee trinken im Juppes- Stübchen, Maniküre, Haarwäsche, Vorlesen, Spiele, zusammen singen, Musik hören, gemeinsam essen etc. - Erkundigen Sie sich auch nach Veranstaltungen im Haus, die Sie mit
Ihrem Angehörigen zusammen besuchen können. - Kommen Sie auch zu zweit, und unterhalten Sie sich ruhig privat
untereinander. Ihre Angehörigen werden einfach zuhören und sich freuen, dabei zu sein. - Auch Kinder und Tiere sind auf dem Wohnbereich immer gerne gesehen!
- Wir möchten Sie bitten, sich während der Mahlzeiten nicht im Esszimmer aufzuhalten, da dies sehr viel Unruhe in der Bewohnergruppe hervorruft.
- Selbstverständlich haben Sie die Möglichkeit, Ihren Angehörigen bei den Mahlzeiten zu begleiten. Hierfür bietet sich zum Beispiel das Zimmer des Bewohners an. Eine weitere Rückzugsmöglichkeit bietet das Juppes Stübchen, wo Sie z.B. gemeinsam Kaffee trinken können.
Aufbruch:
- Kündigen Sie weder Ihren Aufbruch, noch Ihr Wiederkommen vorher an! Sagen Sie einfach: „Ich gehe jetzt, und ich komme wieder.“ Nehmen Sie dabei ruhig die Hilfe des Pflegepersonals in Anspruch.
- Verabschieden Sie sich auf dem Wohnbereich und nicht am Eingang!
- Seien Sie nicht gekränkt, wenn sich Ihr Angehöriger nicht für Ihren Besuch bedankt oder kein Echo geben kann.
- Seien Sie nicht bedrückt oder traurig, wenn Ihr Angehöriger weint oder gar schreit oder mit Ihnen gehen möchte. Sobald er Sie nicht mehr sieht, wird er sich beruhigen. Wenn Sie trotzdem noch beunruhigt sind, erkundigen Sie sich später telefonisch nach seinem Befinden.
Gerne beantworten wir alle Ihre Fragen persönlich, sprechen Sie uns an! Ihr Pflegeteam vom Gerontopsychiatrischen Wohnbereich






