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Besondere Dementenbetreuung - Beratung für Angehörige

Empfehlungen zum Besuch Ihrer Angehörigen auf dem Gerontopsychiatrischen Wohnbereich

Regelmäßige Besuche dementer Menschen im Alten- und Pflegeheim sind wichtig und werden von den Betroffenen sehr wohl registriert. Zur Vorbeugung von Enttäuschungen, Konflikten und Missverständnissen empfiehlt es sich für den Besucher, einige Besonderheiten zur Kenntnis zu nehmen.

Ankommen:

  • Kommen Sie möglichst nicht am Abend, da demente Menschen gegen Abend häufig sehr unruhig werden.
  • Kündigen Sie Ihre Besuche nicht bei dem Bewohner an!
  • Erkundigen Sie sich bei Ihrem Eintreffen kurz beim Pflegepersonal nach dem Befinden des Bewohners.
  • Erklären Sie dem Bewohner bei der Begrüßung nicht, woher Sie kommen oder wie lange Sie bleiben wollen.

Verweilen:

  • Fragen Sie den Bewohner nicht, was er jetzt am liebsten tun möchte.
    Schlagen Sie Ihm statt dessen eine kurze, erlebnisorientierte Tätigkeit vor, z.B.:
    Im Haus oder draußen spazieren gehen, Kaffee trinken im Juppes- Stübchen, Maniküre, Haarwäsche, Vorlesen, Spiele, zusammen singen, Musik hören, gemeinsam essen etc.
  • Erkundigen Sie sich auch nach Veranstaltungen im Haus, die Sie mit
    Ihrem Angehörigen zusammen besuchen können.
  • Kommen Sie auch zu zweit, und unterhalten Sie sich ruhig privat
    untereinander. Ihre Angehörigen werden einfach zuhören und sich freuen, dabei zu sein.
  • Auch Kinder und Tiere sind auf dem Wohnbereich immer gerne gesehen!
  • Wir möchten Sie bitten, sich während der Mahlzeiten nicht im Esszimmer aufzuhalten, da dies sehr viel Unruhe in der Bewohnergruppe hervorruft.
  • Selbstverständlich haben Sie die Möglichkeit, Ihren Angehörigen bei den Mahlzeiten zu begleiten. Hierfür bietet sich zum Beispiel das Zimmer des Bewohners an. Eine weitere Rückzugsmöglichkeit bietet das Juppes Stübchen, wo Sie z.B. gemeinsam Kaffee trinken können.

Aufbruch:

  • Kündigen Sie weder Ihren Aufbruch, noch Ihr Wiederkommen vorher an! Sagen Sie einfach: „Ich gehe jetzt, und ich komme wieder.“ Nehmen Sie dabei ruhig die Hilfe des Pflegepersonals in Anspruch.
  • Verabschieden Sie sich auf dem Wohnbereich und nicht am Eingang!
  • Seien Sie nicht gekränkt, wenn sich Ihr Angehöriger nicht für Ihren Besuch bedankt oder kein Echo geben kann.
  • Seien Sie nicht bedrückt oder traurig, wenn Ihr Angehöriger weint oder gar schreit oder mit Ihnen gehen möchte. Sobald er Sie nicht mehr sieht, wird er sich beruhigen. Wenn Sie trotzdem noch beunruhigt sind, erkundigen Sie sich später telefonisch nach seinem Befinden.

Gerne beantworten wir alle Ihre Fragen persönlich, sprechen Sie uns an! Ihr Pflegeteam vom Gerontopsychiatrischen Wohnbereich

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